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Kampfkunst Mönchengladbach " Wissen zu vermitteln''

von Marcel Optenhostert


Wissen zu vermitteln und Denkstrukturen zu verändern ist das eigentliche Ziel eines jeden Lehrenden, so auch das von Sifu Carlos López. Der Weg dorthin jedoch kann mannigfaltige Wege und überraschende Formen annehmen.

 

Auf der Suche nach einem neuen Trainer begaben mein Schwager und ich uns auf den Weg nach Mönchengladbach zum Stammsitz der ALSP, der López Self Protection. Nach einigen uns nicht zufrieden stellenden Besuchen in anderen Kampfsportschulen und weiterer eingehender Internetrecherche trafen wir begleitet von Skepsis und vielen Fragen auf Sifu Carlos López, der uns telefonisch zu einem Probetraining eingeladen hatte.

Etwas zu früh angekommen wurden wir schon auf dem Gehweg vor dem Gebäude der LSP von einem kleinen, sehr ruhig und freundlich wirkenden Mann so um Mitte Ende dreißig begrüßt. Da bekanntlich der ersten Begegnung, gerade mit einer Person, die sehr wichtig für das eigene Leben werden kann, eine gewisse Erwartungshaltung voran geht, galt es für mich zunächst einmal diese ersten Einflüsse zu verarbeiten. Ich dachte zunächst einmal, befangen durch mein bisheriges Wissen "Puh, ist der jung! Sieht gar nicht aus wie der Meister von Karate-Kid" und "Kann der wohl einen 95 Kilo-Mann bewegen?". Unglauben war ausgebrochen. Jedoch etwas irritierte mich auch an dem Mann, der da so völlig relaxed vor mir stand. Es waren seine totale innere Ruhe und sein schulterbreiter, beidbeiniger Stand, beides Zeichen für mich von Selbstvertrauen und innerem Frieden mit sich selbst. Ich fing an zu denken!

Es begann mein Lernprozess!
Beginnend mit einem ausführlichen Vorgespräch in dem es um unsere individuellen Erwartungen und Zielsetzungen ging, wurde mir klar, dass dieser Mann bemüht war, der Persönlichkeit des vor ihm Sitzenden auf den Zahn zu fühlen und zu erfahren, mit wem er es überhaupt zu tun hat. Das vermeintlich zu erwartende Aufblitzen von Euro-Zeichen in seinen Augen war zu meiner inneren Freude in Anbetracht zweier potentieller neuer Schüler ausgeblieben. Aha! Prima!

Doch das eigentliche Highlight der Erkenntnis kam erst noch.
Im Trainingsraum angekommen fielen mir zunächst die vielen Waffen, Trainingsteile und vor allem die persönlichen Photos auf. Dieser Mann schien schon mit einer Menge Leuten von Rang und Namen trainiert zu haben. Gespannt auf eine Demonstration von Jeet Kune Do, der auf Bruce Lee zurückgehenden Kampfkunst saßen wir neben den Matten und warteten darauf, was passieren würde und ob dies etwas für uns wäre. Nach und nach kamen vier Schüler auf die Matten und ein junger Co-Trainer, welcher diese Gruppe unterrichtete. Während sich die Gruppe traditionell im JKD-Stil sehr kunstvoll begrüßte und danach warm machte, begann Sifu Carlos Lopez uns mit dem Satz "Leert euer Glas!" das Konzept von JKD zu erklären.

 

So weit so gut. Den Moment abwartend an dem dem Grundkurs auf der Matte erste Partnerübung zur Ausführung erteilt worden waren, ging Sifu Carlos dazu über, uns mit dem Co-Trainer, einem 90 Kilo Mann von 1,85 Meter, zu zeigen wozu ein Mensch, der JKD beherrscht in der Lage ist.

Aus diversen Angriffssituationen heraus gelang es Sifu Carlos in gezielten und effizienten Bewegungen aus verschiedensten Distanzen heraus ohne den von mir befürchteten "Firlefanz" seinen Trainingspartner zu beherrschen und ihn ohne viel Gewalt oder Anstrengung schachmatt zu setzen. Zudem sahen die Techniken so einfach aus, so dynamisch, es gab kein starres "Jetzt machen wir das und packen dann hier" Gerede.


Die Bewegungen gleich einem Tanz waren logisch nachvollziehbar, ästhetisch und entbehrten aber in ihrer verknüpften Gesamtheit auch nicht dem Moment der Überraschung und der ungewohnten Wendung. Ich war überwältigt, das war DAS, was ich schon immer lernen wollte! Meine anfängliche Skepsis war blitzschnell verpufft.

 

Parallel dazu erläuterte Sifu Carlos das Warum und Wieso seiner Techniken.
Er erläuterte uns Fremden direkt am ersten Tag die Prinzipien, Dinge, die andere Meister hüten wie ihre Schatzkästchen. Offenheit und Vertrauen schrieb er also ganz groß. Begriffe wie "Die verschieden Distanzen", "Spüren wo das Gleichgewicht liegt" und "Es gibt keine alleinige perfekte Technik." und "Mache was gerade passt.", "Lasse dich von deinem Gefühl leiten." wurden ab diesem Tag zu den Begleitern meiner Ausbildung bei Sifu Carlos Lopez. Endlich!

Objektiv gesehen zeichnet sich sein Training durch Respekt vor dem Individuum aus und Sifu Carlos ist stets bemüht das Maximum der Möglichkeiten aus den individuellen Anlagen des ihm anvertrauten Schülers herauszuholen. Dabei berücksichtigt er in gleichem Maße sowohl die körperlichen und intellektuellen Fähigkeiten, als auch die Persönlichkeit seines Schülers.

Die traditionelle Seite des JKD unterstreicht diese Züge um weitere Aspekte. Begrüßt schon im Hausflur durch eine leichte Verbeugung beginnt auch das Training wie schon oben beschrieben mit einer traditionellen Begrüßung, welche sich aus verschiedenen Bewegungselementen des JKD zusammensetzt. Fortgesetzt wird dies während des Trainings, indem dem Sifu, so wie dem Partner vor und nach einer Übung Dank und Respekt durch Verbeugung entgegen gebracht wird. Die dadurch entstehende Atmosphäre von Meditationsmusik begleitet ist somit sowohl harmonisch, als auch anregend und liefert beste Voraussetzungen für eine gemeinsame Lernsituation.

 

Der "Dienst" am Schüler und Menschen folgend der Lehre des JKD hat für Sifu Carlos oberste Priorität. Doch entspringt seine Lehre nicht der oftmals gewohnten Distanz des "erhabenen Meisters", im Gegenteil, Sifu Carlos Lopez ist immer aktiv mitten drin im Geschehen und lehrt quasi vom Mann aus! Oftmals gleich einem Besessenen blitzen seine Augen während des Tarinings und er hört erst auf, wenn man seiner Ansicht nach auch alles verstanden hat. Man merkt ihm dabei dem Spaß an der Sache an, dass er dafür lebt und darin aufgeht. Übertriebene Härte und Gegeneinander sind Fremdworte im Training von Sifu Carlos Lopez. Einzig und allein die saubere Erlernung der Technik steht im Vordergrund, nicht das Brachialische. Zeit spielt für ihn in diesem Zusammenhang keine sehr wichtige Rolle. Gerne opfert er zugunsten seiner Schüler zusätzlich Stunden seiner privaten Zeit unter dem Aspekt "Hauptsache sie haben es kapiert!". Dies wirft auch gleichzeitig ein gutes Licht auf sein Verständnis von Ehre und Leistung, denn jeder seiner Schüler repräsentiert nicht nur ihn als Meister, sondern auch das JKD an sich.

 

JKD ist eine Wissenschaft, empirisch überprüft und effizient gestaltetet. Geduldig geht er auf Fragen ein und ist stets um das gesamtheitliche Verständnis des JKD bemüht. Hierzu zählt neben den Trainingstechniken auch das Verständnis von Anatomie und der Wechselwirkungsprozess von Psyche und Physis. Es geht ihm vielfach darum, ein Verständnis für Technik intuitiv zu erfühlen und nicht nur verstandesmäßig zu erfassen. Ein Prozess, der nicht von jedem ohne weiteres so einfach umzusetzen ist, wie ich am eigenen Leibe erfahren musste.

Sifu Carlos Lopez hat sein umfassendes Wissen von den Großen des Jeet Kune Do erlernt, allen voran von Guru Dan Inosanto, dem Weggefährten und Schüler Bruce Lee's. Weitere Namen seiner Trainer und Wegbereiter sind unter anderem Sifu Joaquin Almeria und Sifu Paul Vunak, Jerry Pootet, Rick Faye, Bob Breen, Das der Lernprozess für Sifu Carlos Lopez niemals beendet ist, beweist er allein durch seine regelmäßigen Weiterbildungen bei Guru Dan Inosanto, bei denen er stets bemüht ist, für sich und seine Schüler neue Erkenntnisse zu gewinnen. Somit zeichnet sich ein umfassendes Bild eines Mannes ab, der dazu bestens geeignet ist die Kampfkunst des Jeet Kune Do zu vermitteln und gleichzeitig dazu beitragen kann die Sicht auf die eigene Persönlichkeit zu verändern. Was will man mehr!